Wir beschlossen noch auszugehen und in einem unserer Lieblingslokale angekommen gab´s noch ein paar Drinks bevor wir alle recht betrunken entschieden zurückzulaufen. Zwischenzeitlich wurde kurz geklärt, daß wir alle bei uns schlafen, somit wird klar, dass dieser Mann zum erstenmal mit mir in meinem Bett schlafen wird und die zwei Mädels sich das andere Bett teilen werden.
Wir laufen durch Port`Alba an Piazza Dante vorbei, wo auch fast immer hübsche Militärmänner stehen. Nach den Anschlägen in Europa stehen auch in Neapel mehr Kontrollen bereit, daß hier das Esercito übernimmt. Zugegeben, ich hab eine Schwäche für Männer in Uniform. In unserem Zustand fällt das Flirten nicht schwer, aber meine Gruppe ist nicht so begeistert und so gehts schnell die Via Toledo runter um an Piazza Plebiscito vorbei nach Hause zu gelangen.
Zurück vom Bad bringe ich uns was zu trinken mit und lege mich nochmal zu Ihm ab um mich an Ihn zu schmiegen. Mein Körper will mehr, mein Verstand leider nicht. Die anderen zwei höre ich derweil über den Flur traben und kurz darauf riecht man schon den Kaffee aus der
Küche.
Diesen Mann kenne ich schon seit über einem Jahr. Ihn und ein paar andere Jungs lernte ich kennen, als ich grad nach Neapel gezogen war. Wir machten bei einem Flashmob mit und ich erinnere mich, daß ich Ihn damals gar nicht als Mann wahr genommen habe. Aber wen hab ich damals schon wahr genommen ? Ich war grad frisch getrennt und nach fast zehn Jahren Beziehung hatte ich ganz anderes zu tun als mich nach Männern umzuschauen. Ich hatte meinen langjährigen Traum in die Realität umgesetzt. Ich bin endlich in meine Lieblingsstadt gezogen. Neapel, diese pulsierende Stadt am Meer, mit allen seinen Schönheiten an Architektur aus allen Epochen, seinen Traditionen, sehr leckerem Essen, dem SSC Neapel, den einzigartigen Menschen und natürlich dem Vesuv, der mich jeden Tag fasziniert und glücklich macht, weil dieser mit jedem Blick aus meinem Fenster mir was neues von sich zeigt.
Seitdem ich hier lebe kann ich mir gar nicht mehr vorstellen wie ich es in Deutschland so lange ausgehalten habe. Auch wenn Berlin zuletzt eine passable Alternative war. Doch Berlin hatte sich in den letzten Jahren sehr zum Nachteil verändert und als vor zwei Jahren das Angebot kam in Turin zu arbeiten, war das für mich wie ein Befreiungsschlag. Endlich raus aus Berlin und in eine neue Stadt mit etwas besserem Klima. Davon aber ein andermal.
Wir sitzen in der Küche und schon wird herrlich italienisch durcheinander erzählt. Was genau ist eigentlich passiert ? Es war durch und durch ein Abend nach meinem Geschmack, es wurde gelacht und alle möglichen Anekdoten über Männer zum Besten gegeben worauf dann unser einziger Mann in der Runde nach seiner Meinung befragt wurde. Was so alles ans Licht kommt wenn drei Frauen mit steigendem Alkoholpegel mal anfangen zu erzählen.
Obwohl ich Italienerin bin und der Sprache sehr gut mächtig bin, muß ich doch ab und an nachfragen um folgen zu können, daß widerum bringt viele Lacher, denn auch wenn Italien und Deutschland nur wenige Kilometer auseinander liegen, die sozialen und kulturellen Unterschiede werden doch sehr deutlich. Ungewollt wurde ich und ein anderer Mann zum Hauptgesprächsthema. Dieser andere Mann ist ein sehr guter Freund von dem Mann in unserer Küche und damit nicht genug. Meine Freundin und zur Zeit auch Mitbewohnerin ist so eine Frau "Tomb Raider", optisch wie charakterlich und noch dazu sehr wortgewandt. Und so redet Sie unseren einzigen Mann in unserer Runde quasi schwindelig in Grund und Boden, Ihm klarmachend wie unmöglich sich sein Freund mir gegenüber verhalten hätte. "Tomb Raider" ergreift gerne für die Schwächeren Partei, auch wenn ich selbst, diese Geschichte schon fast vergessen und sogar verziehen hatte.
Wie gut, dass es den "Amaro del Capo" gibt, auch wenn ich den "Amaro Lucano lieber mag, denn der ließ diese Auseinandersetzung schnell vergessen und half uns allen einen lustigen Abend zu verbringen.
Als uns nach dem Kaffee die Gäste verlassen und meine Freundin und ich in der Küche zurückbleiben wirds erst richtig spannend. Ich habe den ganzen Abend wohl nicht mitbekommen, daß unsere neue Freundin wohl an meiner Freundin interessiert ist und Ihr die ganze Nacht auf die Pelle gerückt ist. Ok, wir haben auch sehr ungünstig zusammen gesessen, so das ich wirklich nichts sehen konnte, aber auch liegt es wohl an mir, denn da machen sich die Unterschiede bemerkbar, noch immer haben die Italiener unausgesprochene Verhaltensregeln für Männer und Frauen. Hier im tiefen Süden wird eine simple Umarmung schnell mißverstanden und das nicht nur zwischen Männern und Frauen.
Die Nacht war für uns alle ziemlich kurz, doch für meine Freundin wohl gar nicht vorhanden. Sie versuchte die ganze Zeit hindurch sich so freundlich wie möglich von Ihr zu befreien und wurde dann vom Wecker erlöst, denn unsere neue Freundin mußte noch zur Arbeit.
Ich schlüpfe nochmal ins Bett und liege noch eine Weile wach um zu ergründen, warum ich wohl nichts mitbekomme oder auch einiges mißverstehe. Ich denke dabei an den Mann der noch vor kurzem in meinem Bett lag, sein Duft ist noch zu riechen, und dann denk ich auch an den Mann der Thema des Abends war, und frage mich ernsthaft was ich eigentlich will ???
Bevor ich es beantworten kann, schlafe ich ein.
Zurück vom Bad bringe ich uns was zu trinken mit und lege mich nochmal zu Ihm ab um mich an Ihn zu schmiegen. Mein Körper will mehr, mein Verstand leider nicht. Die anderen zwei höre ich derweil über den Flur traben und kurz darauf riecht man schon den Kaffee aus der
Küche.
Diesen Mann kenne ich schon seit über einem Jahr. Ihn und ein paar andere Jungs lernte ich kennen, als ich grad nach Neapel gezogen war. Wir machten bei einem Flashmob mit und ich erinnere mich, daß ich Ihn damals gar nicht als Mann wahr genommen habe. Aber wen hab ich damals schon wahr genommen ? Ich war grad frisch getrennt und nach fast zehn Jahren Beziehung hatte ich ganz anderes zu tun als mich nach Männern umzuschauen. Ich hatte meinen langjährigen Traum in die Realität umgesetzt. Ich bin endlich in meine Lieblingsstadt gezogen. Neapel, diese pulsierende Stadt am Meer, mit allen seinen Schönheiten an Architektur aus allen Epochen, seinen Traditionen, sehr leckerem Essen, dem SSC Neapel, den einzigartigen Menschen und natürlich dem Vesuv, der mich jeden Tag fasziniert und glücklich macht, weil dieser mit jedem Blick aus meinem Fenster mir was neues von sich zeigt.
Seitdem ich hier lebe kann ich mir gar nicht mehr vorstellen wie ich es in Deutschland so lange ausgehalten habe. Auch wenn Berlin zuletzt eine passable Alternative war. Doch Berlin hatte sich in den letzten Jahren sehr zum Nachteil verändert und als vor zwei Jahren das Angebot kam in Turin zu arbeiten, war das für mich wie ein Befreiungsschlag. Endlich raus aus Berlin und in eine neue Stadt mit etwas besserem Klima. Davon aber ein andermal.
Wir sitzen in der Küche und schon wird herrlich italienisch durcheinander erzählt. Was genau ist eigentlich passiert ? Es war durch und durch ein Abend nach meinem Geschmack, es wurde gelacht und alle möglichen Anekdoten über Männer zum Besten gegeben worauf dann unser einziger Mann in der Runde nach seiner Meinung befragt wurde. Was so alles ans Licht kommt wenn drei Frauen mit steigendem Alkoholpegel mal anfangen zu erzählen.
Obwohl ich Italienerin bin und der Sprache sehr gut mächtig bin, muß ich doch ab und an nachfragen um folgen zu können, daß widerum bringt viele Lacher, denn auch wenn Italien und Deutschland nur wenige Kilometer auseinander liegen, die sozialen und kulturellen Unterschiede werden doch sehr deutlich. Ungewollt wurde ich und ein anderer Mann zum Hauptgesprächsthema. Dieser andere Mann ist ein sehr guter Freund von dem Mann in unserer Küche und damit nicht genug. Meine Freundin und zur Zeit auch Mitbewohnerin ist so eine Frau "Tomb Raider", optisch wie charakterlich und noch dazu sehr wortgewandt. Und so redet Sie unseren einzigen Mann in unserer Runde quasi schwindelig in Grund und Boden, Ihm klarmachend wie unmöglich sich sein Freund mir gegenüber verhalten hätte. "Tomb Raider" ergreift gerne für die Schwächeren Partei, auch wenn ich selbst, diese Geschichte schon fast vergessen und sogar verziehen hatte.
Wie gut, dass es den "Amaro del Capo" gibt, auch wenn ich den "Amaro Lucano lieber mag, denn der ließ diese Auseinandersetzung schnell vergessen und half uns allen einen lustigen Abend zu verbringen.
Als uns nach dem Kaffee die Gäste verlassen und meine Freundin und ich in der Küche zurückbleiben wirds erst richtig spannend. Ich habe den ganzen Abend wohl nicht mitbekommen, daß unsere neue Freundin wohl an meiner Freundin interessiert ist und Ihr die ganze Nacht auf die Pelle gerückt ist. Ok, wir haben auch sehr ungünstig zusammen gesessen, so das ich wirklich nichts sehen konnte, aber auch liegt es wohl an mir, denn da machen sich die Unterschiede bemerkbar, noch immer haben die Italiener unausgesprochene Verhaltensregeln für Männer und Frauen. Hier im tiefen Süden wird eine simple Umarmung schnell mißverstanden und das nicht nur zwischen Männern und Frauen.
Die Nacht war für uns alle ziemlich kurz, doch für meine Freundin wohl gar nicht vorhanden. Sie versuchte die ganze Zeit hindurch sich so freundlich wie möglich von Ihr zu befreien und wurde dann vom Wecker erlöst, denn unsere neue Freundin mußte noch zur Arbeit.
Ich schlüpfe nochmal ins Bett und liege noch eine Weile wach um zu ergründen, warum ich wohl nichts mitbekomme oder auch einiges mißverstehe. Ich denke dabei an den Mann der noch vor kurzem in meinem Bett lag, sein Duft ist noch zu riechen, und dann denk ich auch an den Mann der Thema des Abends war, und frage mich ernsthaft was ich eigentlich will ???
Bevor ich es beantworten kann, schlafe ich ein.
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